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Ein Bungalow als Zweitwohnsitz

März 5, 2010

Was ist ein Bungalow?
Landläufig versteht man unter einem Bungalow ein eingeschossiges Gebäude meist mit flachem oder nur schwach ansteigendem Dach. Das Haus ist in vielen Fällen nicht unterkellert. Typischerweise gehört zum Baustil eine Veranda, d. h., eine überdachte Terrasse, meist an der Vorderseite des Gebäudes. In Deutschland wird ein Bungalow meist als Wochenendhaus, Gartenlaube oder Sommerhaus benutzt. In wärmeren Ländern dagegen ist es vielfach der vorherrschende Baustil für ein Einfamilienhaus.

Modularer Hausbau

minimumhouse - Bungalow oder Eigenheim

Welche Vorteile bringt ein Bungalow mit sich?
Dieser Haustyp erfreut sich stetig wachsender Popularität, da er gegenüber einem herkömmlichen Haus zahlreiche Vorzüge mit sich bringt. Da ist zum einen die relative Einfachheit der Konstruktion. Eine Unterkellerung z. B. entfällt zumeist. Das erspart nicht nur umfangreiche Maurerarbeiten, sondern auch tiefe Ausschachtungen, von Arbeitszeit und Kosten ganz zu schweigen. Auch die eigentliche Konstruktion des Bungalows ist einfacher als bei einem mehrgeschossigen Massivgebäude. Daher ist es dem Bauherrn eher möglich, viele Arbeiten in Eigenleistung bzw. mit der Unterstützung der Familie oder Freunden zu verrichten als bei anderen Haustypen. Da das Gebäude nur einstöckig errichtet wird, ist die Beanspruchung der tragenden Teile geringer als bei mehrstöckigen Bauten. Sie brauchen also nicht so stabil zu sein, eine nicht unerhebliche Einsparung wertvoller Bauzeit und Materialkosten. Wegen der relativ einfachen Konstruktion gibt es auf dem Markt eine Vielfalt von vorgefertigten Elementen wie Wände, Decken oder Dachteile, ja selbst komplette Fertiggebäude, die sich innerhalb kurzer Zeit aufstellen und montieren lassen. Der Bungalow erfreut sich also hauptsächlich deswegen großer Beliebtheit, weil er einfach und schnell zu errichten ist und kostengünstiger als andere Haustypen ist.

Gibt es auch Nachteile beim Bungalow?
Wie bei fast jeder Sache hat dieser Haustyp nicht nur Vorteile, sondern bringt auch gewisse Nachteile mit sich. Diese Nachteile liegen zumeist im Haustyp selbst begründet. Der Bungalow ist ein Haustyp, der seinen Ursprung im indischen Bundesstaat Bengalen hat. Dort ist das Klima aber viel wärmer als hier bei uns in Deutschland. Die Leichtbauweise und luftige Konstruktion, die dort ein angenehmes natürliches Raumklima auch ohne Klimaanlage schafft, kann sich im deutschen Klima als nachteilig erweisen, besonders wenn das Gebäude entweder auch gelegentlich im Winter oder sogar ganzjährig benutzt werden soll. Dann sollte man unbedingt der Wärmedämmung der Wände und des Daches die gebührende Beachtung schenken und selbstverständlich nicht vergessen, ein effizientes Heizungssystem einzuplanen. Alles dies sind aber Mehrausgaben, die wiederum die Baukosten in die Höhe treiben. Dazu kommt noch, dass das für diesen Haustyp charakteristische Flachdach anfälliger gegen undichte Stellen und zu große Schneelast ist als ein stärker geneigter Dachtyp.

Warum entscheiden sich viele Leute für einen Bungalow?
Trotz der oben geschilderten Nachteile bauen sich mehr und Menschen einen Bungalow, weil die Vorzüge dieser Konstruktion die Nachteile bei Weitem überwiegen. Gerade wenn das Haus hauptsächlich zur Nutzung in der warmen Jahreszeit gedacht ist, gibt es kaum einen besser geeigneten Haustyp. Im besonderen Maße gilt das, wenn zum Bauen eine Leichtbauweise, z. B. aus vorgefertigten Holzelementen, gewählt wird.

Fotoquelle: minimumhouses von http://www.minimum.de im Stilwerk Berlin, Kanststrasse